Sababurg | Hofgeismar


Beim Blick auf die Sababurg heute, nach der Sanierung, ist es kaum vorstellbar, dass die Anlage in verschiedenen Jahrhunderten immer wieder einem längeren „Dornröschenschlaf“ verfallen war. Die Instandsetzung der alten Mauern ist abgeschlossen und der Naturstein wirkt inmitten seines erneuerten Fugenwerks stattlich und authentisch wie anno dazumal. Sobald auch alle weiteren Arbeiten gemeistert sind, steht dem erfolgreichen Betrieb der Sababurg als Hotel, Restaurant und Veranstaltungsort nichts mehr im Wege.

Das Dornröschenschloss Sababurg liegt inmitten des Reinhardswaldes in Nordhessen zwischen Kassel und Göttingen. Erbaut im 14. Jahrhundert als „Zappaborgck“, fand die Anlage im 16. Jahrhundert erstmals unter dem Namen „Sababurg“ Erwähnung. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verfiel die Burg zusehends und soll in diesem wildromantischen Zustand den Brüdern Grimm, die Nordhessen ihre Heimat nannten, als Vorlage für das berühmte Märchen Dornröschen gedient haben. Seit mehreren Jahren nun wird dieses Dornröschenschloss vom Land Hessen restauriert. Das Modernisierungskonzept sieht unter anderem vor, dass das Hotel- und Restaurantgebäude, erbaut in den 1970er Jahren, abgerissen und anschließend neu aufgebaut wird. Zudem beinhalteten die Maßnahmen eine umfassende und originalgetreue Instandsetzung der alten, in hohem Maße sulfatbelasteten Burgmauern.

Von den ursprünglichen Wehranlagen der Sababurg sind heute noch Teile der Ringmauer mit Flankentor und Wallgräben erhalten. Der Palas selbst ist nur noch in seinen Außenmauern vorhanden. Im Zuge der Sanierung wurden die noch bestehenden Mauern zunächst vom salzbelasteten Mörtel befreit. Dabei lagen neben Fugenbereichen, die nur etwa 20 mm tief ausgeräumt werden konnten, teils auch Bereiche mit extrem tiefen Fugen vor. Da die stoffliche Anpassung des Mörtels für die Fugensanierung mit einem hochsulfatbeständigen Zement erfolgen musste, griff man hier auf den maxit mur 950 HS zurück. Mit dem Fugenmörtel – in zwei unterschiedlichen Kornfraktionen und auch farblich an den Bestand angepasst – fand im Anschluss eine Tiefenverfugung im Trockenspritzverfahren statt. In vielen Bereichen war ein Mauerwerksaustausch notwendig.

Verarbeiter:
Preuße & Rätsch GmbH, Weimar | Denkmalplan – Ges. für Bauwerksanierung mbH, Körner

Zeitraum:
2010

  • maxit mur 950 HS, 0 - 2 mm, eingefärbt
  • maxit mur 950 HS, 0 - 4 mm, eingefärbt

 

Projektstandort