Staatl. Kurhausbad | Bad Kissingen

Altbau neu gewandet

Ein Gebäude mit Tradition, Geschichte und Geschichtchen wurde mit neuem Leben – und darüber hinaus Nutzen – versehen. Das vernachlässigte Kurhausbad wurde elegant und raffiniert zum „Haus für Gesundheitsmanagement“ verwandelt und Bad Kissingen, dem bekanntesten Kurort Deutschlands, bleibt damit ein weiteres Stück altehrwürdiger Struktur erhalten.

Leerstand – Ideen zur Umnutzung

Das Staatliche Kurhausbad in Bad Kissingen war 1927 das größte seiner Art in Europa und steht heute unter Denkmalschutz. Etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis in das 20. Jahrhundert hinein wurde es regelmäßig vergrößert; es wurde an- und umgebaut, um den Anforderungen eines wachsenden Badebetriebes gerecht zu werden. In dieser Zeit veränderte sich der Baustil vom Historismus hin zum Jugendstil. Die architektonischen Besonderheiten des ehemaligen Badehauses, die heute zurecht unter Denkmalschutz stehen, sind die bleiverglasten Fenster im Treppenhaus, die rötliche Terrakottaverkleidung im Foyer sowie die Innenwände aus Nymphenburger Porzellan und das Römisch-Irische Dampfbad. Nach einer langen Zeit des Leerstandes waren Ideen zur Nutzung der Immobilie gefragt. Der Freistaat Bayern zog einem Verkauf des Gebäudes die Umnutzung zum Behördenzentrum vor: Im Rahmen des „Masterplans für Bad Kissingen“ sollten – neben der Renovierung zwei weiterer staatseigener Gebäude – im Kurhausbad die Büroräume für das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untergebracht werden.

Neue Räume, neue Perspektiven

Mit der Umnutzung einer Immobilie werden die Anforderungen an den Bestand, d.h. Mauerwerk, vorhandenen Altputz und die bautechnischen Parameter wie Wärme- Schall- oder Brandschutz, stark verändert. Wände werden abgerissen, maxit Innensanierung Bereiche werden mit anderen Baustoffen ersetzt und andere Raumverteilungen entstehen. Aus diesen Umbauten und den verschiedenen Mauerwerksbildnern, z.B. Naturstein, Bestandsziegel, neue Ziegel und vorhandene Putze, muss eine einheitliche Oberfläche generiert werden. Neben den diversen Untergründen spielt beim Verputzen natürlich der Putz selbst bzw. das Bindemittel des Putzes eine große Rolle. Im Falle des Kurhausbades hat man sich im Bereich der Innen- und Trennwände für den maxit ip 380 purcalc (Kalkputz) entschieden. Das Wasseraufnahmevermögen und die Wasserdurchlässigkeit des Putzes ermöglichen ein gutes Klima in den Räumen. Die Außenwände wurden mit einer Innendämmung aus dem mineralischen Dämmputz maxit ip 76 therm versehen. Er sorgt für eine Erhöhung der Innenwandtemperatur und für eine Reduzierung des Wärmedurchganges in den Außenwänden. Anschließend wurde dieser Putz mit einer Spachtelung aus maxit multi 270 S verputzt und die Oberfläche gefilzt. In den Gewölbedecken wurde der überwiegend noch tragfähige Putz belassen. Die Überarbeitung dieser Flächen erfolgte durch Grundierung und Ausgleich der Unebenheiten mit dem maxit multi 270 S. Zuletzt wurden diese Bereiche mit der Kalk-Glätte maxit ip 178 purcalc abgeglättet.

Verarbeiter:

  • Ulsamer GmbH, Bad Kissingen 
  • Greubel GmbH & Co. KG, Eltingshausen 
  • Otto Heil GmbH & Co. KG, Eltingshausen

Architekt:
Grellmann, Kriebel, Teichmann & Partner, Würzburg

Zeitraum:
2015 - 2019

  • maxit ip 380 purcalc
  • maxit ip 178 purcalc
  • maxit multi 270 S
  • maxit ip 76 therm
  • maxit ip 18 ML
  • maxit ip 12
  • maxit ip 370
  • maxit mur 950

Projektstandort